Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt und doch sind mehr als 20 Prozent der Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut zeigt sich in unterschiedlichen Lebenslagen, schränkt Teilhabe ein und schadet dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Steigende Lebenshaltungskosten, ein angespannter Wohnungsmarkt und große gesellschaftliche Herausforderungen verschärfen die Situation vieler Menschen.
Als Kirche und Diakonie verstehen wir den Einsatz gegen Armut als wesentlichen Teil unseres christlichen Auftrag und gehen diesen gemeinsam an. Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Ungleichheit ist die Vernetzungstagung der Beginn einer gemeinsamen Kampagne gegen Armut und richtet den Blick darauf, die vielfältigen Möglichkeiten von Kirche und Diakonie noch stärker für die Armutsbekämpfung zu nutzen – in den Gemeinden und Sozialräumen ebenso wie in der öffentlichen und politischen Interessenvertretung.
Wie können wir Armut und ihren Folgen gemeinsam strategisch begegnen?
Von welchen Erfahrungen und Projekten lässt sich lernen?
Und wie schärfen wir den Blick für Armut und Armutsrisiken in unseren eigenen Strukturen?
Zu diesen Fragen kommen wir mit Stimmen aus Kirche, Diakonie, Wissenschaft und Expert:innen in eigener Sache ins Gespräch.
Mit dabei sind u. a. Christian Heine-Göttelmann, Theologischer Vorstand des Diakonischen Werks Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. - Diakonie RWL, Präses Dr. Thorsten Latzel, Prof. Dr. Miriam Rehm und Prof. Dr. Traugott Jähnichen.
Tagungsleitung
Maximilian Köster, Diakonie RWL, Geschäftsfeld Berufliche und soziale Integration
Till Kiehne, Evangelische Akademie im Rheinland